Woven Column

Woven Column
 
 
Woven Column
 
 
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Architektur kann in Zukunft gedruckt werden. Mit additiven Herstellungsverfahren lassen sich Bauteile in Wandgröße millimetergenau dreidimensional drucken. Das Projekt „Woven Column“ erforscht das Potential dieser Fabrikationstechnik für Architektur durch algorithmisches Design am Beispiel einer Säule.
 
Mit modernen 3D Druckern lässt sich heute sogar Stein weben. Anders als etwa beim Masswerk gotischer Architektur, bei der das Material Stein auf das Mindestmaß skelettiert wird, kann Stein in additiven Prozessen aus Sandkörnern genau dort synthetisiert werden, wo er gebraucht wird.
 
Das Ergebnis ist eine aufgelöste Struktur die in alle Richtungen eine differenzierte, komplexe Topologie aufweist, und deren poröse Geometrie alleine durch den Druckprozess herstellbar ist. Sandkörner werden zu Strängen verknüpft, die sich untereinander verweben um sich zu stabilisieren. Ornament und Struktur gehen somit eine wechselseitige Verbindung ein, nicht nur verzierend sondern auch konstruktiv. Durch ihre dreidimensionale Struktur wird bei der gewebten Säule nicht nur das Innen und Außen, sondern auch das Dazwischen erfahrbar.
 
Die 3D gedruckte Säule ist ein Einzelstück, aber repräsentiert eine Familie von Säulen, die alle ähnlich doch keine gleich sind, und über 3D Druck individuell hergestellt werden können.
 
Die Forschung zur gewebten Säule ist von Michael Hansmeyer und Benjamin Dillenburger an der Professur für CAAD an der ETH Zurich durchgeführt worden, und ist als Kommission des Schweizer Architektur Museums (SAM) und mit Unterstützung der Firma voxeljet AG entstanden, die alle Teile gedruckt haben.
 
 

Architekten

Michael Hansmeyer
Benjamin Dillenburger
 

Beschichtung

Yuko Ishizu
Evi Xexaki

Fotos

Demetris Shammas
Choi Jinhyuk (director)
Periklis Kyriakidis
Constantinos Miltiadis